Meine künstlerische Praxis als Manifest.
Ein Raum von Bild, Sprache, Resonanz und innerer Souveränität.
Über die Souveränität der Seele
Collage ist für mich kein Verfahren der Montage,
sondern ein Erkenntnisraum, in dem Denken sich nicht linear entfaltet,
sondern in Verdichtungen, Brüchen und Überlagerungen Gestalt annimmt.
Im Zentrum meines Werks steht eine Unio Mystica der seelischen Bildsprache.
Mystisch-philosophische Konzepte erscheinen in lyrischen Fragmenten, Strukturen und Verdichtungen als materielle Bildräume inneren Erlebens.
Zwischen Denken und Erscheinung, Wahrnehmung und innerem Bild entfaltet sich in meinen Collagen ein vielschichtiges Geflecht aus Sprache, Material und Imagination.
Dieses Geflecht öffnet sich zu den Tiefen des Unsagbaren.
Die Werke bewegen sich zwischen Sprache und Bild, zwischen Begriff und Erscheinung.
Sie folgen keiner linearen Erzählung, sondern einer Ordnung der Resonanz: Fragmente stehen miteinander in Beziehung, ohne ineinander aufzugehen.
In den Collagen werden keine Geschichten erzählt;
sie werden symbolisch angedeutet als Seelenwege, die sich in lyrischen Fragmenten und verdichteten Strukturen entfalten.
Das Unsagbare bleibt dabei gegenwärtig: das Verdrängte, das nach Offenbarung verlangt, das lichtbegierige Dunkel, das sich nicht unmittelbar in Sprache fassen lässt.
Es entzieht sich der Benennung und erscheint in Verschiebungen, Brüchen und symbolischen Konstellationen.
Wie in einer Bildsprache aus Zeichen und Archetypen – verwandt einer tarotartigen Logik der Symbole –
bewahrt der Schleier der Seele ihr innerstes Geheimnis im Bild.
Die Wege der Seele sind ein großes, unaussprechliches Geheimnis.
In meinen Collagen wird die Vielfalt innerer seelischer Prozesse sichtbar und in die Erfahrung des Betrachtens aufgenommen.
Sie sind eine Einladung zur Stille und zur Sensibilisierung für die Sprache der Seele.
Die Seele spricht ihre eigene Sprache.
Diese manifestiert sich in meinen Collagen in Materialien, die als Bild hervortreten, in Strukturen und gestempelten lyrischen Fragmenten.
So entstehen vielschichtige Bildräume, in denen innere Landschaften und Seelenwege in Erscheinung treten.
Philosophische Konzepte sind hierin keine Illustration, sondern Substanz.
Sie werden verschoben, gebrochen und in eine visuelle und materielle Bildordnung überführt, verlieren ihre feste Begriffsstruktur und bleiben als Spannung bestehen.
In einer Welt, die ihre Stille verloren hat, braucht es Besinnung und die Souveränität der Seele über die Stimme des Ego.
Meine Collagen – gefasst in Holzrahmen (50 × 75 cm), teils offen, teils durch Plexiglas geschützt – sind verdichtete Bildräume, in denen Bild, Material und Sprache zu einem Ganzen werden.
Sie sind eine Einladung zur Sensibilisierung für die Sprache der Seele und zur Erfahrung der eigenen Seele in ihrer Einheit.